Béla Bartók (1881 ‑ 1945)
Suite Paysanne Hongroise
Nach einer fundierten Ausbildung bei seiner Mutter studierte Bartók Klavier und Komposition an der Budapester Musikhochschule. 1907 – 1934 hatte er eine Klavierprofessur an der Budapester Liszt Akademie inne und unternahm Konzert- und Vortragsreisen durch ganz Europa. Auf Reisen durch Ungarn, Rumänien, der Slowakei, Anatolien und Nordafrika sammelte er zusammen mit Zoltán Kodály Volkslieder und gab sie in den Jahren 1934 – 1940 heraus. Bartók zählt neben Schönberg, Hindemith und Strawinsky zu den Vätern der Moderne. Nach einer frühen Schaffensphase, die sich stilistisch an Liszt, Strauss und Debussy orientiert, schuf er in einer expressionistischen Hauptphase eine Tonsprache, die einerseits mit der Wiener Schule verbunden ist, aber andererseits durch eine eher pentatonisch ausgerichtete Harmonik, folkloristische Einflüsse und vitale und prägnante Rhythmen geprägt ist.
1952 stellte Paul Arma aus den 15 ungarischen Bauernliedern für Klavier von Béla Bartók eine Suite „Paysanne Hongroise“ für Flöte und Klavier zusammen. Der Pianist Paul Arma wurde 1095 in Budapest geboren und studierte von 1920–24 an der Musikakademie u.a. bei Béla Bartók Klavier.