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Musikstile #2

In diesem Umfeld entstand etwa um 1720 der galante Stil, der eine Schreibart bezeichnete, welche im Gegensatz zur strengen kontrapunktischen Schreibweise des 17. Jh. leicht verständlich und ungezwungen sein sollte. Dem aufkeimenden bürgerlichen Bewusstsein gemäß wandte sich der galante Stil vorrangig an den Geschmack des gebildeten Liebhabers, weniger an das Urteil eines gelehrten Kenners.

Parallel zum galanten Stil entwickelte sich um 1740 der empfindsame Stil, welcher gefühlsbetonte Elemente hervorhob und als Intensivierung des galanten Stils gilt. Beide Stile nahmen das Credo der Klassik nach stilistischer Einfachheit, Verständlichkeit und Natürlichkeit vorweg und werden daher häufig mit Begriffen der “Früh- oder Vorklassik” in Verbindung gebracht.

In der „Abhandlung von der musikalischen Poesie” definiert Chr. G. Krause die Empfindsamkeit folgendermassen: Genaues Abbild der Herzensempfindungen.

Versuche, die zunehmende Emotionalisierung der Musik und des Musikverständnisses zeitlich und auf konkrete Stilmerkmale festzulegen, haben bisher zu keinen überzeugenden Ergebnissen geführt. Es erweist sich als schwierig, den empfindsamen Stil zeitlich und sachlich als Reaktion auf die Aufklärung gegen andere Strömungen, wie z.B. Sturm und Drang oder die frühe Romantik, abzugrenzen.

Wichtige Komponisten:

Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788)
Johann Christian Bach (1735 – 1782)
Domenico Scarlatti (1685 – 1757)
Pietro Alessandro Scarlatti (1660 – 1725)
Johann Christopher Pepusch (1667 – 1752)
François Couperin (1668 – 1733)
Christoph Willibald Ritter von Gluck (1714 – 1787)

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