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17. bis 19. Jahrhundert

Aus der Romantischen Sonate «Undine»

Carl Reinecke wurde in Altona bei Hamburg geboren. Sein Vater, ebenfalls ein Musiker und angesehener Pädagoge, sorgte für eine gründliche und vielseitige musikalische Ausbildung. Ein Stipendium des dänischen Königs Christian VIII. ermöglichte Carl Reinecke von 1843 bis 1846 das Klavier- und Kompositions-Studium am Konservatorium in Leipzig. Der damalige Gewandhaus-Kapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy gestattete ihm öffentliche Auftritte. Während dieser Zeit lernte Reinecke Robert Schumann kennen. Schumann blieb für den Rest seines Lebens die wichtigste Inspirationsquelle. Von 1846 – 1848 war Reinecke Hofpianist beim dänischen König Christian VIII. Aber schon 1848 musste er aufgrund der politischen Ereignisse in Dänemark zurück nach Leipzig. 1860 wurde Reinecke als Dirigent der angesehenen Gewandhauskonzerte nach Leipzig berufen. Dort spielte er bis zu seinem Tod eine einflussreiche Rolle als Klavier- und Kompositionslehrer. Daneben war er als Maler, Dichter und Autor von Büchern und Essays über Musik tätig.
Die Undine-Sonate beruht auf der 1811 entstandenen gleichnamigen Märchendichtung von Friedrich Baron de la Motte-Fouqué. Die weiche, melancholische Tonart e-moll erzeugt eine zauberhafte romantische Stimmung um eine Wassernymphe, die nur eine Seele erhält, wenn sie mit einem Menschen ein Kind zeugt. Diese Sonate ist eine der wenigen raren romantischen Meisterwerke für Querflöte und bezeugt Reineckes profunde Kenntnis des Instruments.

Klavierbegleitung: Swetlana Emeljanowa

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