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Toccata und Fuge in d-moll BWV 565

An einem schönen, warmen Herbsttag sind mein Kameramann, Ralf Eisler und ich nach Mistail gefahren. Endlich sollte meine Idee, die Toccata und Fuge in d-moll von Johann Sebastian Bach in der Kirche St. Peter mit Bild und Ton aufzunehmen, Wirklichkeit werden. Wir verbrachten den ganzen Tag an diesem wunderbaren Ort. In der Kirche ist es um diese Jahreszeit bereits sehr kalt. Meine Finger wurden immer wieder so klamm, dass ich sie nicht mehr im Tempo bewegen konnte. So musste ich mich draussen aufwärmen gehen. Obwohl die Kirche abgelegen liegt, mussten wir mit vielen Geräuschemissionen kämpfen: Es flogen Militärflugzeuge über das Gebiet, die rhätische Bahn fährt in der Nähe durch und vor allem die vielen Tiere, Gänse, Enten, Hunde, die sich gerne lautstark bemerkbar machten. Die Aufnahmen wurden übrigens mit einer Spiegelreflexkamera aufgenommen.

Die Toccata und Fuge in d-moll BWV 565 für Orgel gehören zu den berühmtesten Werken von Johann Sebastian Bach. Die häufig einstimmige Melodieführung könnte aber darauf hindeuten, dass das Werk ursprünglich für Violine solo geplant war.  Etwas vom Faszinierendsten eines Melodieinstrumentes besteht darin, den Eindruck von Harmonie mithilfe der Raumakustik herzustellen. Die Bearbeitung von Jean-Claude Veilhan schöpft den Tonumfang, seine Geläufigkeit sowie die vielen Ausdrucksmöglichkeiten voll aus.

Die Kirche  St. Peter in Mistail liegt abgeschieden auf einem kleinen Felsplateau am Eingang zur Schinschlucht. Sie ist von einem Parkplatz nahe der Hauptstrasse bei der Abzweigung nach Alvaschein über einen Waldweg oder vom Bahnhof Tiefencastel in gut zehn Minuten erreichbar. St. Peter ist eine karolingische Dreiapsidenkirche und eine der ältesten Kirchen der Schweiz.

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